Clupea harengus

- Saison
- März–Mai, September–November
- Wassertemperatur
- 3–14 °C
- Laichzeit
- März–Mai
- Verhalten
- Schwarmbildender Köderfisch
Köder
- Heringspaternoster
- Kleiner Pilker
Zeit
- Ende März bis Mai: der Laichzug in die Unterwarnow und die Tromper Wiek. Das ist die Hauptsaison.
- September bis November: eine zweite, verstreutere Welle.
- Sonnenaufgang und Sonnenuntergang; bei Bewölkung den ganzen Tag.
Technik
- Fertiges Heringspaternoster mit fünf bis sieben Haken und 20-60 g Blei.
- Auf Grund ablassen, drei bis vier kurze Züge, zehn Sekunden Pause; den Takt gibt der Fisch vor.
- Steht der Schwarm hoch, Blei leichter wählen, damit die oberen Haken arbeiten.
- Meerforelle und Hornhecht folgen denselben Schwärmen, daher eine zweite Spinnrute bereithalten.
Regeln
Für die Unterwarnow ist eine gesonderte Erlaubnis der Hansestadt Rostock nötig; an der Küste Rügens gilt die Küstenkarte.
Wann ist Heringssaison?
- Frühjahr (Ende März bis Mai): die Hauptsaison. Die Heringe ziehen zum Laichen in Förden, Bodden und Flussmündungen der Ostsee.
- Herbst (September bis November): eine zweite Welle, weniger dicht und schwerer vorherzusagen.
- Der Beginn hängt vom Wasser ab: Sobald die Küstengewässer im Frühjahr auf etwa 4–5 °C steigen, kommen die ersten Schwärme.
Die bekanntesten Heringsplätze
- Rostock: Unterwarnow und Stadthafen, der Klassiker schlechthin, oft Schulter an Schulter an der Kaikante.
- Rügen und Greifswalder Bodden: Molen, Hafeneinfahrten und Brücken.
- Kiel und Kieler Förde: Hafenanlagen und die Schwentinemündung.
- Flensburger Förde, Eckernförde und Fehmarn: Molen und Brücken mit Zugang zu tieferem Wasser.
Ein guter Hinweis sind andere Angler: Wo die Heringe stehen, stehen auch die Ruten dicht an dicht. Bleibt es still, lohnt sich ein Platzwechsel.
Köder und Vorfach
- Heringspaternoster: fünf bis sieben kleine Haken (Größe 6–10) mit Fischhaut, Flash oder Glitzerfolie.
- Blei 20–60 g je nach Strömung und Tiefe, im Hafen reicht oft wenig.
- Kleiner Pilker: statt des Bleis montiert, bringt er zusätzliche Bisse von Hornhecht und Dorsch.
Ausrüstung
- Leichte Spinn- oder Pilkrute von 2,70–3,60 m mit 20–80 g Wurfgewicht; an der Kaikante reicht eine kürzere Rute.
- Stationärrolle der Größe 3000–4000 mit 0,25–0,30 mm Monofil oder dünner Geflochtener.
- Ein Eimer mit Wasser und ein Kühlbehälter: Heringe kommen oft in Serie.
Vom Fang zur Küche
- Heringe sofort kühlen; sie verderben bei Wärme schnell.
- Klassisch werden sie als Brathering eingelegt, gebraten oder geräuchert.
- Für die Ostseeküste brauchst du einen gültigen Fischereischein sowie je nach Bundesland eine Küstenangelerlaubnis oder die Fischereiabgabe. Örtliche Sonderregeln (etwa in Häfen) vorher prüfen.
Häufige Fragen
- Hering: Wann ist die beste Fangzeit?
- Die produktive Zeit für Hering liegt zwischen März–Mai, September–November. März–Mai ist die Laichzeit; Fänge sollten in diesen Monaten zurückgesetzt werden.
- Hering: Bei welcher Wassertemperatur beißt er?
- Hering ist zwischen 3 und 14 °C am aktivsten. Außerhalb dieses Bereichs lässt die Fressaktivität deutlich nach.
- Hering: Welcher Köder funktioniert?
- Bewährte Köder: Heringspaternoster, Kleiner Pilker.