Barbe angeln

Ein Fisch der Kiesstrecken von Rhein, Main und Donau. Im Rhein sind Fische von 60-80 cm regelmäßig.

Barbus barbus

Barbe (Barbus barbus)
Foto: Neil Phillips from uk · CC BY 2.0 · Wikimedia Commons

Saisonkalender

Jan
Feb
Mär
Apr
MaiJunJulAugSepOkt
Nov
Dez

Aktive ZeitLaichzeit — Fänge zurücksetzen

Saison
Mai–Oktober
Wassertemperatur
12–22 °C
Laichzeit
Mai–Juni
Verhalten
Tagsüber am Grund gründelnd

Techniken

  • Feeder
  • Grundmontage
  • Treibangeln

Köder

  • Frühstücksfleisch
  • Käse
  • Maden und Caster
  • Pellets (Heilbutt-Pellets)
  • Tauwurm

Zeit

  • Mai bis Oktober: aktiv über 14 Grad.
  • Laichzeit ist Mai und Juni, in den meisten Bundesländern gilt dann eine Schonzeit.
  • Sie beißt auch tagsüber, am besten aber am späten Nachmittag und Abend.

Platz

  • Kies- und Steingrund, mittlere bis schnelle Strömung, 1,5-4 m Tiefe.
  • Die Strömungsrinne hinter der Buhne, nicht der ruhige Kessel, sondern die Strömung selbst.

Technik

  • Schwerer Feeder (80-150 g) oder festes Blei mit 60-100 cm Vorfach.
  • Köder: Tauwurmbündel, Käse, Mais oder Pellets; Hanf und Pellets ins Futterkörbchen.
  • Der Biss kommt plötzlich und hart, deshalb die Rute sichern und Abstand halten.
  • Die erste Flucht ist kraftvoll; 0,28-0,32 mm Monofil und eine Rute mit weicher Spitze.

Laichzeit und Schonzeit der Barbe

  • Die Barbe laicht meist im Mai und Juni, wenn das Wasser etwa 14–16 °C erreicht, auf flach überströmten Kiesbänken.
  • In vielen Bundesländern gilt in dieser Zeit eine Schonzeit. Beginn, Dauer und Mindestmaß regelt jedes Land selbst, deshalb vor dem Angeln im Landesfischereigesetz nachsehen.
  • Nach der Laichzeit fressen sich die Barben kräftig an: Juli bis September ist die beste Zeit.
  • Wichtig: Der Rogen der Barbe ist giftig und verursacht Magen-Darm-Beschwerden. Barben immer sauber ausnehmen, Rogen nicht verwerten.

Barbe erkennen

  • Langgestreckter, fast runder Körper mit bronze- bis olivfarbenem Rücken.
  • Unterständiges Maul mit fleischigen Lippen und vier Barteln, zwei an der Oberlippe und zwei in den Mundwinkeln.
  • Der flache Bauch ist an das Leben am Grund in der Strömung angepasst.

Größe

  • 40–60 cm und 1–3 kg sind üblich; Fische über 70 cm und 5 kg sind kapitale Barben.

Köder im Überblick

  • Frühstücksfleisch: in Würfeln am Haar, fängt besonders große Barben.
  • Käse: harter Käse in Würfeln, ein Klassiker im Rhein und Main.
  • Maden und Caster: am Feeder mit viel Futter, bringen oft Serienbisse.
  • Pellets (Heilbutt-Pellets): gebohrt am Haar, dazu Pellets im Futterkorb.
  • Tauwurm: vor allem nach Regen und bei trübem, steigendem Wasser.

Montage und Angeltechnik

  • Schwerer Feeder mit Futterkorb (80–150 g) oder festes Grundblei; Vorfach 60–100 cm.
  • Haarmontage mit Haken der Größe 6–10 und 0,25–0,30 mm Vorfach; die Hauptschnur 0,30–0,35 mm.
  • Regelmäßig füttern: Hanf und Pellets halten die Barben am Platz.
  • Rute sichern. Der Biss kommt ruckartig und kann die Rute vom Halter reißen.

Schonend zurücksetzen

  • Barben kämpfen lange und sind danach erschöpft. Den Fisch im Wasser in der Strömung halten, bis er selbstständig davonschwimmt.
  • Kurze Drills mit ausreichend kräftigem Gerät sind schonender als lange Kämpfe mit zu feinem Material.

Häufige Fragen

Barbe: Wann ist die beste Fangzeit?
Die produktive Zeit für Barbe liegt zwischen Mai–Oktober. Mai–Juni ist die Laichzeit; Fänge sollten in diesen Monaten zurückgesetzt werden.
Barbe: Bei welcher Wassertemperatur beißt er?
Barbe ist zwischen 12 und 22 °C am aktivsten. Außerhalb dieses Bereichs lässt die Fressaktivität deutlich nach.
Barbe: Welcher Köder funktioniert?
Bewährte Köder: Frühstücksfleisch, Käse, Maden und Caster, Pellets (Heilbutt-Pellets), Tauwurm.
Barbe: Mit welcher Technik?
Gängige Methoden: Feeder, Grundmontage, Treibangeln.

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