Scholle angeln

Sie steht auf saubererem Sandgrund als die Flunder und mag höheren Salzgehalt. In der Nordsee häufiger als in der Ostsee.

Pleuronectes platessa

Scholle (Pleuronectes platessa)
Foto: Hans Hillewaert · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Saisonkalender

Aktive ZeitLaichzeit — Fänge zurücksetzen

Saison
März–Oktober
Wassertemperatur
4–17 °C
Laichzeit
Januar–März
Verhalten
Plattfisch, der am Boden lauert

Köder

  • Wattwurm
  • Seeringelwurm
  • Garnele
  • Miesmuschel

Zeit

  • April bis Oktober: die Fresszeit nach dem Laichen und die beste Fischerei.
  • Januar bis März ist Laichzeit; die Fische sind abgemagert und oft untermaßig.
  • Sie frisst auch tagsüber, Dunkelheit ist nicht nötig.

Technik

  • Grundmontage mit langen Mundschnüren von 60-90 cm und dünndrähtigen 1/0-Haken.
  • Wattwurm ist der beste Köder; Miesmuschel und Garnele fangen ebenfalls.
  • Die Kanten suchen, an denen Sand auf Kies trifft; mitten auf der Sandfläche ist es mager.
  • Das Mindestmaß beträgt in Deutschland 25 cm, also Maßband mitnehmen.

Wo du Schollen fängst

  • Ostsee: Fehmarn, Kieler Bucht, die Mecklenburger Bucht und die Strände rund um Rügen, vom Ufer beim Brandungsangeln und vom Kleinboot.
  • Nordsee: die Strände der Nordfriesischen und Ostfriesischen Inseln sowie Kutterfahrten auf Plattfisch.
  • Dänemark: die Strände Jütlands und der dänischen Inseln sind im Sommer und Herbst sehr ergiebig.

Schollen suchen sauberen Sand, am liebsten dort, wo Sand an Kies, Muschelbänke oder Seegras grenzt. Genau an diesen Übergängen legst du die Köder ab.

So unterscheidest du die Plattfische

  • Scholle: glatte Haut und leuchtend orangerote Punkte auf der Oberseite; hinter den Augen eine Reihe kleiner Knochenhöcker.
  • Flunder: raue Höcker entlang der Seitenlinie und am Flossensaum, wenn überhaupt nur blasse Punkte.
  • Kliesche: raue Haut und eine Seitenlinie, die über der Brustflosse einen deutlichen Bogen macht.

Größe

  • 25–40 cm sind üblich; Schollen über 45 cm sind kapital.
  • Mindestmaß: In der Ostsee gilt 25 cm, in der Nordsee 27 cm. Ein Maßband gehört ins Gepäck.

Köder im Überblick

  • Wattwurm: der beste Schollenköder, am besten frisch und gut gefüllt am Haken.
  • Seeringelwurm: hält besser am Haken und fängt auch in der Dämmerung.
  • Garnele: geschält oder als Stück, vor allem im Sommer.
  • Miesmuschel: mit Gummi fixiert, ein guter Wechselköder.

Montage mit Lockperlen

  • Zwei-Haken-Vorfach mit langen Mundschnüren (60–90 cm) und dünndrähtigen Haken der Größe 1/0–2.
  • Rote oder orange Lockperlen und kleine Spinnerblätter über dem Haken erhöhen die Bissrate deutlich.
  • Das Blei ab und zu ein Stück heranziehen: Die aufgewirbelte Spur lockt Schollen an.
  • Im Sommer beißen Schollen auch tagsüber; im Herbst sind Dämmerung und die ersten Nachtstunden am besten.

Häufige Fragen

Scholle: Wann ist die beste Fangzeit?
Die produktive Zeit für Scholle liegt zwischen März–Oktober. Januar–März ist die Laichzeit; Fänge sollten in diesen Monaten zurückgesetzt werden.
Scholle: Bei welcher Wassertemperatur beißt er?
Scholle ist zwischen 4 und 17 °C am aktivsten. Außerhalb dieses Bereichs lässt die Fressaktivität deutlich nach.
Scholle: Welcher Köder funktioniert?
Bewährte Köder: Wattwurm, Seeringelwurm, Garnele, Miesmuschel.

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