Makrele angeln

Von Juni bis August ziehen die Schwärme rund um Helgoland ein. In der Ostsee tritt sie nicht regelmäßig auf.

Scomber scombrus

Makrele (Scomber scombrus)
Foto: Mikael Nyman · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons

Saisonkalender

Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
JunJulAugSep
Okt
Nov
Dez

Aktive ZeitLaichzeit — Fänge zurücksetzen

Saison
Juni–September
Wassertemperatur
11–20 °C
Laichzeit
Mai–Juli
Verhalten
Tagaktiv, freies Wasser

Köder

  • Makrelenpaternoster
  • Blinker 15–30 g
  • Kleiner Pilker
  • Fischfetzen

Zeit

  • Ende Juni bis August: Sobald das Wasser über 14 Grad steigt, kommen die Schwärme an die Insel.
  • Erstes Licht und später Nachmittag sind die stärksten Fresszeiten.
  • Aktive Möwen und kochendes Wasser verraten den Schwarm.

Technik

  • Fünf bis sechs Federn am Paternoster mit 60-100 g Blei, schnell durch den Schwarm auf und ab.
  • Auf Einzelfisch ein 15-25 g Blinker oder kleiner Jig, zügig geführt.
  • Es beißen mehrere Fische gleichzeitig; nicht mehr als fünf Haken fischen, sonst verwirrt sich das Vorfach.
  • Das Fleisch verdirbt schnell, deshalb sofort ausbluten lassen und ins Eis legen.

Wo du Makrelen fängst

  • Helgoland: die bekannteste deutsche Makrelenfischerei, vom Kutter und von den Molen.
  • Makrelenfahrten ab der Nordseeküste: Angelkutter aus den Nordseehäfen fahren im Sommer gezielt auf Makrele.
  • Dänemark: die Molen von Hirtshals und Hanstholm gehören im Spätsommer zu den besten Uferplätzen.
  • Norwegen: von Juni bis September fast an der ganzen Küste, oft direkt vom Steg oder Felsen.
  • Ostsee: nur gelegentlich im Spätsommer, selten gezielt befischbar.

Makrele erkennen

  • Grünblauer Rücken mit dunklen, welligen Querbändern, silbrig-weißer Bauch.
  • Hinter der zweiten Rückenflosse und der Afterflosse sitzen kleine Flößchen bis zum Schwanz.
  • Verwechslung mit dem Stöcker (Holzmakrele): Der hat entlang der Seitenlinie eine Reihe harter Knochenschilde und keine Bänderung.

Größe

  • Üblich sind 25–40 cm und 300–800 g; Makrelen über 45 cm sind groß.

Köder im Überblick

  • Makrelenpaternoster: fünf bis sechs bunte Federn oder Gummifischchen, der Klassiker vom Kutter.
  • Blinker 15–30 g: vom Ufer und von der Mole, zügig geführt.
  • Kleiner Pilker: gleichzeitig Wurfgewicht und Köder am Paternoster.
  • Fischfetzen: ein Streifen Makrele oder Hering am Naturködersystem, wenn die Fische zögerlich beißen.

Richtig verwerten

  • Makrelen sofort töten, ausbluten lassen und aufs Eis legen: Das fettreiche Fleisch verdirbt bei Wärme schnell.
  • Frisch gegrillt oder geräuchert sind sie ein Genuss. Geräucherte Makrele hält gekühlt einige Tage.
  • Nur so viele Fische mitnehmen, wie du verwerten kannst. In Dänemark und Norwegen gelten eigene Regeln für Angler, zum Beispiel beim Fischereischein und bei der Ausfuhr von Fisch.

Häufige Fragen

Makrele: Wann ist die beste Fangzeit?
Die produktive Zeit für Makrele liegt zwischen Juni–September. Mai–Juli ist die Laichzeit; Fänge sollten in diesen Monaten zurückgesetzt werden.
Makrele: Bei welcher Wassertemperatur beißt er?
Makrele ist zwischen 11 und 20 °C am aktivsten. Außerhalb dieses Bereichs lässt die Fressaktivität deutlich nach.
Makrele: Welcher Köder funktioniert?
Bewährte Köder: Makrelenpaternoster, Blinker 15–30 g, Kleiner Pilker, Fischfetzen.

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